Laufen in Hamburg
Norddeutsche Hallenmeisterschaften, Neue Leichtathletikhalle Hamburg Alsterdorf, 2. und 3. Februar 2008, 1. Tag.
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Kolumne vom 19.05.2008: Marathon-Nachlese: Als Ulrike Maisch ausstieg / von Gerd Bollig (Update 19.5.)

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Info Kalender1 Veranstaltungen

Vielleicht waren viele Hamburger gekommen um die deutschen Athleten anzufeuern, die sich noch für die Olympiade qualifizieren wollten. Vier Läufer stellten sich der Herausforderung. Bei den Männer standen Martin Beckmann, Uli Steidl und Falk Cierpinski, der Sohn des zweifachen Olympiasiegers Waldemar Cierpinski am Start, um die Norm von 2:13 Stunden zu knacken.


Ausstieg statt Olympia-Qualifikation: Ulrike Maisch (gelbe Jacke) steigt beim Hamburg Marathon bei km 16 aus
Bei der Kennedybrücke ausgestiegen: Ulrike Maisch / Vergrößern >

Die anspruchvollste Aufgabe hatte aber die Europameisterin Ulrike Maisch.
Die Rostockerin sollte nicht nur klar die Olympianorm von 2:31 Stunden unterbieten, sondern auch gleich in Vorleistung von fünf weiteren Kandidatinnen treten, die noch in Düsseldorf und Mainz an den Start gingen. Was Renndirektor Wolfram Götz auf die Palme brachte. "Ich würde es mir vom Verband wünschen, dass er es mal schafft, Trials nach dem US-Vorbild abzuhalten, so dass alle Athleten die gleiche Chance haben." Ins gleiche Horn stieß Deutschlands Marathon-Ikone der 80er Jahre, Herbert Steffny. "Ich bin schon lange dafür, dass Trials durchgeführt werden, wo zumindest zwei Läufer sich qualifizieren, falls sie die Norm laufen. Der Verband bekäme dann noch einen Joker um einen weiteren Athleten zu bestimmen, der vielleicht gut genug, aber während der Trials verletzt oder krank ist. Wenn das nicht der Fall ist, könnten dann eben auch drei Läufer bestimmt werden."

Martin Beckmann beim Conergy Marathon 2008, ca. km 16, kurz vor seinem Ausstieg
Ausgestiegen: Martin Beckmann Vergrößern >

Um es auf einen kurzen Nenner zu bringen, geschafft hat es niemand von diesem Quartett. Zwei ganz Enttäuschte traf es praktisch an der gleichen Stelle. Martin Beckmann und Ulrike Maisch. Beckmann, der im Vorfeld nach fünf Wochen Höhentraining in Flagstaff/USA noch hoffte, "in der Form seines Lebens" zu sein, stiegen beide bei Kilometer 16 aus.
Vor allem Maisch war bitter enttäuscht und ließ ihren Tränen an der Kennedybrücke freien Lauf - siehe Foto. "Es lief von Anfang an schwer. Es ist manchmal so, dass man später ins Rennen findet, aber es lief gar nicht. Dabei wollte ich gar nicht anhalten, doch irgendwie ging es nicht. Dann habe ich meinem Trainer signalisiert, dass es keinen Zweck hat." Eine Stunde später gab sie sich aber wieder kämpferisch. "Ich habe schon mit Wolfram Götz gesprochen. Er wird mich aus dem Vertrag lassen, um es in einer oder zwei Wochen bei einem anderen Marathon noch einmal zu versuchen, mich für Olympia zu qualifizieren." Normalerweise sah der Vertrag vor, im Frühjahr bei keinem anderen Marathon als Hamburg anzutreten.

Persönliche Bestzeit und schnellster Deutscher beim Hamburg-Marathon 2008, aber für die Olympia-Quali reichte es nicht: Falk Cierpinski
Persönliche Bestzeit, aber trotzdem keine Olympia-Qualifikation: Falk Cierpinski unterwegs Vergrößern >

Für Götz war dieser menschliche Zug in diesem manchmal knallharten Geschäft selbstverständlich. "Ich kann doch einer Athletin nicht die Chance auf Olympia verbauen. Das ist doch ganz klar, dass sie diese Möglichkeit wahrnehmen muss." Wo sie starten wird, wusste Maisch aber noch nicht. "Das muss ich jetzt erst einmal einen oder zwei Tage verdauen. Dann sehen wir weiter." Eines ist aber klar, eine Entscheidung muss schnell fallen, denn das Qualifikationsfenster schließt sich laut DLV am 18. Mai.

Update 19.5.: Die letzte Chance auf eine Olympia- Qualifikation ist vorbei - Maisch stieg am 18.5. beim Kopenhagen- Marathon bei km 15 aus.


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