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Kolumne vom 30.04.2009: Marathon III: Hamburger Meisterschaften - Aufstieg und Rücktritt, Geld oder Ehre und ein "Griff ins Klo"

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Hamburger Meister wurde nicht der Favorit Bennet Pankow, sondern "Geheimfavorit" Mourad Bekakcha (LG Wedel-Pinneberg). Er hatte mit 2:34:17 (brutto) satte zwei Minuten Vorsprung vor Carsten Hinz (TH Eilbeck). Der gebürtige Algerier kann seinen Hamburger Titel läuferisch als Meilenstein in seiner erst zwei Jahre jungen Läuferkarriere verbuchen. Seine Ausdauer hat er vom Fußballtraining in seiner Jugend, später in der Bezirksliga und danach vom Radsport. Erst vor zwei Jahren entdeckte er dann beim Duathlon sein Talent fürs Laufen und ist nun in Michael Barkowskis Trainingsgruppe bei der LG Wedel-Pinneberg untergekommen. Womit nun viele Läufer zufrieden wären, nämlich mit dem Hamburger Meistertitel, das ist für Mourad nur eine Zwischenstation auf dem Weg zur deutschen Spitze. Schaut man auf seine Durchgangszeit an der Halbmarathonmarke - 1:13:57 - wird auch klar, dass er eigentlich eine Zielzeit von unter 2:30 angestrebt hatte, das, was seit 5 Jahren kein Hamburger mehr geschafft hatte und woran auch Pankow, von dem man es als einzigem erwartet hatte, scheiterte. So zeigte er sich denn auch am Sonntag abend nicht mehr ganz so zufrieden und glücklich wie beim Zieleinlauf (Video, im gelben Trikot) in allerbester Laune und in Umarmung mit Ulrike Maisch.
Vollends auf der Strecke blieb die gute Laune bei der TSG Bergedorf. "Dieser Marathon war für uns ein Griff ins Klo". So drastisch formulierte es Steffen Benecke von der TSG, der seinen Schützling Bennet Pankow gerne als Hamburger Meister gesehen hätte, und zwar sub 2:30, wenn schon Vorjahresmeister Oliver Hämmerling wegen Achillessehnenproblemen gar nicht antreten konnte. Das wäre nach Bennets bemerkenswerter Vorleistung beim Berliner Halbmarathon auch dringewesen, jedenfalls theoretisch. Allein: Marathon ist grausam, nach der Hälfte der Strecke ging's nicht mehr, und Mourad zog Bennet davon, der dann dritter der Meisterschaftswertung wurde.
So gelangte der Mannschaftstitel an die LG Wedel-Pinneberg. Jedenfalls unter Vorbehalt. Der zweite des LG Trios Bekakcha - Albrecht - Prieske steht nämlich nicht gerade sicher auf der Ergebnisliste der Meisterschaftswertung. "Geld oder (Meisterschafts-)Ehre?", war hier die Frage. Konstantin Albrecht entschied sich fürs Geld. Er war nach Ansage nicht im Trikot der LG Wedel-Pinneberg, sondern mit einem "seba-med" Werbetrikot gelaufen. Das sieht der Verband bei Meisterschaftswertungen aber nicht gerne und sanktioniert zuweilen. 2006 war Steffen Benecke bei den 5000m Meisterschaften der Titel wegen eines falschen Trikots aberkannt worden, noch nicht einmal wegen Werbeaufdrucken, sondern weil es in seinen alten, nicht mehr gültigen, Vereinsfarben bedruckt war. Und noch wackliger wird es für die LG Wedel-Pinneberg, da Jens Gauger unterwegs ausstieg und sich den Rest des Rennens vom Straßenrand ansah. Zwei Tage auf dem Messestand (für seinen Hamburger Laufladen) stehen: das gab 1:0 für "Geld/Job" vs. Meisterschaftsehre. Gegen die dicken Beine hätten selbst die Kompressionsstrümpfe nicht mehr geholfen, die sich übrigens bei diesem Marathon wirklich auffällig weit verbreitet haben.
Zweiter wurde Carsten Hinz vom TH Eilbeck. Seine Zielzeit von 2:36:35 ist bemerkenswert, da er offenbar fast so gleichmäßig wie ein Uhrwerk lief (HM Durchgangszeit 01:18:24) und trotz Wärme als einer der wenigen von dem berüchtigten Einbruch auf der zweiten Hälfte verschont blieb.
Bei den Frauen gewann die mehrfache Hamburger Meisterin (u.a. des Vorjahres) Kirsten Nachtigall (HSV), die immer noch ungeschlagene Halterin des Hamburger Halbmarathon-Rekordes (1:19:25). Aber wie im Vorjahr scheiterte sie erneut mit 3:00:47 knapp an der Dreistundengrenze, und war von ihrer 2:52:38 aus dem Jahr 2007 deutlich entfernt. Es wäre noch einmal ein Sahnehäubchen für den angekündigten Abschluss ihrer Marathonläuferinnenkarriere gewesen, Hamburger Meisterin auch noch in einer Top-Zeit zu werden. Alleine, es störte sie nicht.
Zweite wurde Jutta Glöde, ebenfalls HSV, in 3:09:39, dritte die W50erin Frieda Harms (LG HNF) in 3:14:52. Womöglich verschenkt hat der HSV seinen Frauen- Mannschaftstitel, denn außer Nachtigall und Glöde war lt. dem aktuellen Stand der Meisterschaftswertung keine weitere HSV'lerin im Ziel. Falls tatsächlich nicht, dürfte der Mannschaftstitel an das Trio Vivica Grünsfelder, Jytte Thönnessen, Britta Möhlenbrock vom Bahrenfelder SV gehen.
In die Meisterschaftswertung kamen 113 Hamburger(innen) (89 Männer, 24 Frauen) - nach langem Abwärtstrend tatsächlich 2 mehr als im Vorjahr (2008: 111 (87+24); 2007: 147(121+28), 2006: 138, 2005: 138, 2004: 168, 2003: 208, 2002: 250).

Top 10 Männer (Bruttozeiten, vorläufig!)
1. Mourad Bekakcha, ALG, LG Wedel-Pinneberg, 02:34:17
2. Carsten Hinz, TH Eilbeck, 02:36:35
3. Bennet Pankow, TSG Bergedorf, 02:36:41
4. Konstantin Albrecht, LG Wedel-Pinneberg, 02:37:43
5. Klaus Prieske, LG Wedel-Pinneberg, 02:42:03
6. Christoph Witte, TH Eilbeck, 02:42:58
7. Wieslaw Slawinski, Hamburger SV, 02:44:53
8. Benjamin Ehlers, TH Eilbeck, 02:45:21
9. Philipp Sprotte, Hamburger SV, 02:47:23
10. Mathias Langer, Hamburger SV, 02:47:30

Top 10 Frauen
1. Kirsten Nachtigall, Hamburger SV, 03:01:23
2. Jutta Glöde, Hamburger SV, 03:09:39
3. Frieda Harms, LG HNF Hamburg, 03:14:52
4. Manuela Sporleder, 100 Marathon Club, 03:24:03
5. Dagmar Kleinemeyer, Barsbütteler SV, 03:39:16
6. Irmtraut König, Harburger SC, 03:41:27
7. Vivica Grünsfelder, Bahrenfelder SV, 03:45:06
8. Jytte Thönnessen, Bahrenfelder SV, 03:54:00
9. Britta Möhlenbrock, Bahrenfelder SV, 03:55:34
10. Johanna Goldschmidt, Hamburger Sportclub, 03:59:33


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